Reise blog von Travellerspoint

Estland

Vom Norden in den Osten Estlands

Liebe Leser,

Tallinn – die Hauptstadt Estlands ganz im Norden des Landes an der Ostsee ist sicherlich eine der Städte auf der Welt, die mich bis jetzt am meisten positiv überrascht hat. Fährt man meist in Estland durch einsame Wälder und wunderschöne Natur, erwartet man kaum eine solche Metropole, in der man die verschiedenen Einflüsse auf das Land, aber auch den baltischen Charme deutlich spürt.
Um die vielen unterschiedlichen Stadtviertel zu erkunden, fingen wir früh morgens direkt mit der mittelalterlichen Altstadt an, in welcher praktischerweise auch unser Hotel gelegen war, und wir nur 200m durch eine der Gassen zum Rathausplatz laufen konnten.
Wir schauten uns zunächst auf dem Rathausplatz um, entdeckten die zweitälteste Apotheke Europas, die heute noch Arznei verkauft, die Heiliggeistkirche und das Rathaus selbst im spätgotischen Stil. Wir beobachteten Kellner, die bereits die Restaurants oder Cafes öffneten, andere Touristen, die ebenfalls vor dem Rathaus Fotos machten oder Passanten, die geschäftig über dem Platz liefen.
Doch auch diese Stadt, wie alle anderen auf dieser Reise, war vermutlich dank Corona recht leer und ermöglichte uns ein entspanntes Besichtigen an diesem Tag.
So bummelten wir durch die zahlreichen verwinkelten Gässchen der Altstadt über das Kopfsteinpflaster, entdeckten urige Cafes in versteckten Innenhöfen und bewunderten die schönen, alten Gebäude. Tatsächlich konnte ich mich an den kleinen Gässchen kaum satt fotografieren und war immer wieder aufs Neue begeistert von der Ruhe und der Gemütlichkeit, die die Altstadt ausstrahlte. Oft entdeckten wir auch die Inschriften deutscher Namen an gotischen Handelshäusern als Überbleibsel aus der Hansezeit.
Der Weg führte uns letztendlich an der Stadtmauer entlang, die wir sogar mit zwei Befestigungstürmen besteigen konnten und somit eine schöne Aussicht auf die Stadt hatten.
Zur Altstadt gehört außerdem auch der Domberg, auf dem jedoch zum Leidwesen der Esten eine riesige orthodoxe Kirche thront. Sie galt zur Zeit der Erbauung als Symbol der Russifizierung. Indem das Denkmal Martin Luthers zerstört wurde, was einst am Platz der Kirche stand, und stattdessen die Kirche errichtet wurde, setzte der Zar ein Zeichen der Macht und der Überlegenheit.
Wahrzeichen Tallinns ist jedoch die Domberg-Festung, auf der die estnische Flagge weht.
Etwas Günstiges zu Essen fanden wir am Nachmittag im sogenannten Hipster-Viertel, im Viertel Kalamaja, wo heute die Künstlerszene zu Hause ist. Wir stillten unseren Hunger in einer Streetfood-Allee auf einem ehemaligen Industriegelände.
Gegen Abend fuhren wir noch zum etwas außerhalb gelegenen barocken Sommerschloss des Zars Peter 1. und rundeten dort mit einem Spaziergang durch den Park diesen schönen Tag ab.
Am Mittwoch entschieden wir uns am Vormittag noch das Tallinner Stadtmuseum zu besuchen, denn meiner Meinung nach versteht man eine Stadt erst dann richtig, wenn man auch über deren Geschichte im Groben bescheid weiß. Die Geschichte, die eine Stadt oder ein Land durchlaufen hat, prägt sowohl die Architektur, die Einwohner und sogar die ganze Stimmung in der jeweiligen Stadt. So ist es beispielsweise in Tallinn wichtig zu wissen, dass die Stadt einst unter schwedischer Herrschaft war und schon vor dem 1. Weltkrieg an das russische Zarenreich fiel. Dass Estland einmal Sowjetunion war, wird jedoch in Tallinn nur außerhalb der Stadt sichtbar.
Schließlich setzten wir unseren Roadtrip fort und bewegten uns weiter an der Nordküste des Landes entlang Richtung Osten. Wir erreichten mit dem Lahemaa-Nationalpark letztlich den nördlichsten Teil des Landes und entschieden uns für drei kürzere verschiedene Wanderungen. Die erste führte uns mitten hinein in den Märchenwald. Der frische Wind wehte durch das Laub der Bäume, wir atmeten den Duft des Waldes ein und das Sonnenlicht fiel zart durch das Blätterdach auf das Moos und die grünen Pflanzen, die um die Baumstämme herum wucherten.
Besser als mit dem Wort „idyllisch“ kann man diesen Ort wohl kaum beschreiben. Es hätte nur noch Rotkäppchen gefehlt, das uns auf dem Weg zur Großmutter begegnet wäre. Der 3km lange Weg führte uns letztlich aus dem Wald heraus an die Ostseeküste, an der wir zurück zum Fischerort Altja entlangliefen.
Die nächste Wanderung war nun wieder eine, wo man Bieber entdecken konnten. Wieder versuchten wir unser Glück und schlichen erneut über Holzstege zu Tümpeln. Doch dummerweise verliefen wir uns dieses Mal und sahen leider wieder keinen Bieber. Irgendwie scheinen wir mit diesen Tieren einfach ein Glück zu haben. Die dritte und weiteste Wanderung nahmen wir uns zum Schluss vor, die uns wieder durch traumhaften Wald führte und wo wir uns teilweise durch dichte Büsche schlängeln mussten. Hinweisschilder machten uns auf Elche, Bären und Wildschweine aufmerksam, die hier leben, aber auch diese Tiere bekamen wir leider nicht zu Gesicht. Bei einem Bär vielleicht auch besser so!
Am Abend hielten wir noch bei einem hohen Wasserfall in Ontika, wo jedoch nur wenig Wasser hinunterfloss. Ein schöner Anblick war dieser auf jeden Fall über der Ostsee.
Den heutigen Tag verbrachten wir ganz im Osten des Landes. Wir schliefen in der Stadt Narva und waren somit nur noch eine Brücke von Russland entfernt. Ein Fluss markiert das Ende der EU. Doch Narva an sich ist nicht besonders schön, sondern eher wegen der Tragik, die die Stadt umgibt, interessant. Vor dem 2. Weltkrieg war die Stadt einmal aufgrund der schönen barocken Gebäude bekannt, was heute jedoch schwer vorzustellen ist. Die Stadt wurde nämlich völlig zerstört und danach von den Sowjets in sozialistisch-trostloser Weise wieder aufgebaut. Narva ist tatsächlich die erste Stadt unserer Estlandreise, wo wir sehr deutlich den sowjetischen Einfluss spürten, nicht nur aufgrund der Gebäude und der Nähe zur russischen Grenze. Tatsächlich sind heute 84% der Einwohner in dieser Stadt Russen, 15% staatenlos (also ehemalige Sowjetbürger, die sich bis jetzt nicht um eine estnische Staatsbürgerschaft bemüht haben). So schnappten wir stets nur russischsprachige Fetzen von Leuten auf, denen wir während unseres Spaziergangs an der Uferpromenade begegneten. Nur langsam wird die Stadt wieder von den Esten zurückgewonnen, was man an den beginnenden Renovierungsarbeiten von EU-Geldern bemerkt. Das Highlight der Stadt ist sicherlich die Hermannsfestung, die am Ufer des Flusses thront, auf der anderen russischen Seite des Flusses, gleich gegenüber eine weitere Burg. Auf beiden Festungen wehen heute die jeweiligen Landesflaggen. Während damals so die Schweden den Russen ihre Macht demonstrieren wollten, dann scheint es so, als wollten heute die Esten ihre Unabhängigkeit so zum Ausdruck bringen.
Wir verließen Narva und spazierten kurz durch die Stadt Sillamäe, wo wir ebenfalls auf den Spuren der Sowjetzeit wandelten. Die Stadt war einst nämlich geschlossen, um Uran für Atombomben abzubauen. Interessant ist sie heute wegen ihrer Architektur. Wir erkannten hier schnell, dass russische Architektur nicht immer hässlich sein muss. Sofort haben wir voreingenommen das Bild der traurigen Betonklötze vor Augen. In dieser Stadt findet man jedoch stalinzeitliche Architektur, die die kleinen Straßen bis hinunter zur Ostsee ziert. Der Putz bröckelt bereits meist von den schmucken Fassaden und die ganze Stadt wirkt heute noch verlassen, aber auch hier beginnen bereits die Renovierungen und gerade wird eine Uferpromenade gebaut.
Anschließend spazierten wir ein wenig in der riesigen Parkanlage in Toila, wo von dem ehemaligen Gutshaus jedoch nur noch die Terrasse über ist. Der Besuch hat sich dennoch aufgrund der Pflanzenvielfalt und der schönen Ausblicke gelohnt.
Unsere letzte Anlaufstelle für den heutigen Tag war der Peipus-See. Einer der größten Seen Europas, dessen Hälfte schon zu Russland gehört. Beinahe ist man der Auffassung, man wäre am Meer, weil man das gegenüberliegende Ufer nicht sehen kann. Da das Wetter jedoch heute nicht auf unserer Seite war, sprangen wir nicht hinein und genossen bloß kurz die Landschaft am Strand.
Schlafen werden wir nun in der Stadt Tartu im Landesinneren Estlands und uns morgen wieder Richtung Polen bewegen.
Die Schönheit und Vielfalt in jeglicher Hinsicht in allen drei Ländern bereichert und überrascht mich jedes Mal aufs Neue während dieser Baltikum-Reise.

Eure Franzi

Tallinn
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Lahemaa-Nationalpark
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Ontika-Wasserfall
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Grenzstadt Narva
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Sillamäe
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Park Toila
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Peipus-See
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Eingestellt von franzijacob 11:43 Archiviert in Estland Kommentare (0)

Von Riga nach Tallinn

Liebe Leser,

nachdem wir am Freitag die wunderschöne Hauptstadt Lettlands, Riga, ausgiebig besichtigt haben, ging es für uns am Samstag weiter in den Norden des Landes. Ziel war zunächst der Gauja-Nationalpark, der größte von allen in den drei baltischen Ländern.
Das Besondere war jedoch, dass wir diesen nicht zu Fuß erkundeten, sondern mit dem Kajak. Wir ruderten insgesamt 20km auf dem Fluss Gauja durch die unberührte Natur und genossen dabei die warmen Temperaturen. Wir fuhren durch hügelige, grün bewaldete Landschaft, hörten nur das Plätschern des Wassers, wenn unsere Ruder die Wasseroberfläche durchbrachen und beobachteten die blau schimmernden Schmetterlinge. Sogar an einigen Grotten kamen wir vorbei, die in Steilhängen zum Fluss hinunter gut sichtbar waren, weshalb der Nationalpark auch die Lettische Schweiz genannt wird.
Doch leider schwirrten nicht nur Schmetterlinge und Libellen um uns herum, sondern auch zahlreiche Mücken und Bremsen, die unsere Körper mit juckenden Stichen versahen. Da ich eher von kälteren Temperaturen ausgegangen war, hatte ich natürlich nicht an meine Anti-Moskito-Ausrüstung gedacht, die ich stets in den Tropen mit mir führe.
Wir paddelten zu dem kleinen Städtchen Sigulda, dessen Burg wir uns nach unserer Kajak-Tour noch anschauten. Sie liegt direkt gegenüber einer weiteren Burg, die auf der anderen Seite des Flusses auf einem Hügel thront. Die Burg Turaida ist aufgrund ihrer Imposanz und ihrer leuchtend roten Farbe der ganze Stolz der Letten und die Berühmteste im ganzen Land. Außerdem sind mit ihr und mit den zahlreichen Höhlen und Grotten in der Umgebung viele Legenden verbunden.
Wir spazierten ein wenig durch die Ruinen der gegenüberliegenden Burg Sigulda, die aus dem 13. Jh. des alten Schwertbrüder-Ordens stammt.
Am späten Abend passierten wir letztendlich noch die Grenze zu Estland auf einer einsamen Landstraße und platzten noch mitten in eine estnische Hochzeit, die im Gasthof unseres Hotels mitten im Wald stattfand.
Gestern verschafften wir uns zunächst einmal einen ersten Eindruck vom dritten und kleinsten Land des Baltikums – Estland. Schon bei unserer Anreise stellten wir fest, dass dieses Land nur sehr gering besiedelt sein muss, denn man fährt stets durch die Einsamkeit. Und tatsächlich hat Estland eine sehr geringe Bevölkerungsdichte. Man bewegt sich hier auf Landstraßen durch das Land, die sich durch dichte Wälder schlängeln, wo man hin und wieder vor Elchen gewarnt wird. Manchmal geben die Bäume einen kurzen Blick frei auf Felder, wo hier ganz typisch immer Strohballen verteilt herum liegen und die zahlreichen Störche herumstaksen.
Den ersten Halt legten wir am Soomaa-Nationalpark ein, wo man angeblich Bieber und Elche sichten kann. Ein langer Holzsteg führte uns über einen sumpfigen Boden in einen dschungelartigen Wald hinein. Völlige Ruhe und wunderschöne Natur umgab uns und tatsächlich – wir hörten einen Bieber in einem der Teiche an einem Baum nagen. Zu Gesicht bekamen wir jedoch weder einen Bieber, noch einen Elch, obwohl wir uns extra leise auf dem Steg fortbewegten, dafür aber wieder umso mehr Mücken. Dieses Mal war ich schlauer, und hatte mir trotz der Hitze eine lange Hose angezogen. Trotzdem wurden wir sogar durch die T-Shirts erbarmungslos gestochen. Erste Anlaufstelle war anschließend deshalb die Apotheke in der Küstenstadt Pärnu, wo wir uns erst einmal ordentlich eindeckten, auch aufgrund meiner Allergie.
Pärnu ist der beliebteste Ferienort der Esten und Finnen, weshalb an diesem Sonntag der Strand auch voll war. Wir spazierten ein wenig durch die Innenstadt, vorbei an historischen Gebäuden, Kurhotels und Grünanlagen. Ich konnte mich in der Altstadt kaum sattsehen an den entzückenden kleinen Häuschen, die für das Baltikum so typisch, aber in jedem Land doch ein bisschen anders sind. Die Holzhäuschen reihen sich aneinander und ein Denkmal erinnert an den Ausruf der estnischen Republik 1918. Wir passierten das Tallinner Tor, was einmal der Eingang zur Stadt war, spazierten am Wallgraben entlang und besichtigten letztendlich noch eine Jugendstilvilla von außen.
Am Abend verließen wir die gemütliche Kurstadt und fuhren mit der Fähre auf zwei der westlichen Inseln Estlands, die mit einer Brücke miteinander verbunden sind. Es handelt sich hierbei um die kleine Insel Muhu und um Saaremaa, wo wir nächtigten.
Den heutigen Tag verbrachten wir damit, die Inseln mit dem Auto zu erkunden und machten eine Inselrundfahrt. Wieder stellte ich fest, wie sehr ich dieses Insel-Feeling mag. Man hat ständig die Meeresluft in der Nase, viele Orte bieten einen Blick auf die offene Ostsee und das Leben ist entschleunigt. Am Morgen schlenderten wir durch die Hauptstadt der Insel, Kuressaare, dessen zentraler Platz von klassizistischen Gebäuden gesäumt ist. Außerdem besichtigten wir die spätgotische Bischofsburg, dessen Festung mit seinen mächtigen Türmen über der Kurstadt thront.
Unser Roadtrip über die Insel führte uns zunächst zu idyllischen Blumenwiesen mit angrenzendem Bauernhof in der Einöde, wo wir eigentlich einen Naturpfad entlang wandern wollten. Da jedoch kein Wanderpfad in Sicht war, spazierten wir nur ein wenig und genossen die Landschaft.
Nach einem kurzen Halt am Strand gelangen wir zur Steilküste von Panga. Das Kliff stürzt hier 20m tief in die Ostsee und bietet einen traumhaften Ausblick. Wir steuerten die für die estnischen westlichen Inseln berühmten Windmühlen in Angola an, die wir auch von Innen besichtigen konnten und die an einem gelb blühenden Rapsfeld gelegen waren. Sie sind das Wahrzeichen der Insel, stammen aus dem 20. Jh. und werden von einem starken Pfosten zu getragen, was man so ähnlich nur in Skandinavien findet.
Mindestens genauso bekannt ist das Meteoritenfeld in Kaali, dem wir anschließend einen Besuch abstatteten. Hier bestaunten wir einen 110m breiten Meteoritenkrater, der vor 4000 Jahren entstanden und nun ein See ist. Nach einer abenteuerlichen Besichtigung der Ruinen der Ordensburg in Maasi, wo man sich in dem unterirdischen Gewölbe allein umsehen kann, fuhren wir letztlich mit der Fähre wieder zurück aufs estnische Festland und haben es sogar noch in die Hauptstadt Tallinn geschafft, die wir morgen besichtigen werden.
Kurz gefasst, mein erster Eindruck von Estland ist so, wie ich es mir vorgestellt habe. Nicht nur die Sprache klingt skandinavisch, auch die einsamen Wälder, wo Elche zu Hause sind, die roten Holzhäuser, die fast schon wie Schwedenhäuser aussehen, die Inseln, die Windmühlen und die Akkuratesse in den Städtchen zeugen von einer nordischen Note. Den Einfluss der ehemaligen Sowjetunion spüren wir hier von allen drei Ländern am wenigsten.
Ich bin schon jetzt begeistert und bin gespannt, was dieses interessante Land die nächsten Tage für uns noch bereithält.

Eure Franzi

Lettland - Gauja Nationalpark + Sigulda
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Estland - Soomaa Nationalpark
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Pärnu
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Inselrundfahrt
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Eingestellt von franzijacob 13:38 Archiviert in Estland Kommentare (0)

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